Gasthof Pension Reithmeier
im Naturpark Fichtelgebirge

Startseite
Live Musik
Unser Haus
So fing es an
Freizeit
Fichtelgebirge
Gemeinde Nagel
Anfahrt
Zimmerinfo
Links
Gästebuch
Kontakt
Galerie
Impressum

“Fränkische Einkehr”:
Gastronomiebetriebe der Region ausgezeichnet
Von Rainer Maier

                                                                                                   Die typische regionale Küche zurückzuholen in die Wirtshäuser, Gasthöfe und Restaurants des Frankenwaldes, des Fichtelgebirges und des Hofer Landes und traditionsbewusste Gastronomen zu ehren, die die charakteristischen Gerichte unserer Gegend auf ihren Speisekarten hoch halten - das hat sich eine Initiative der Frankenpost zum Ziel gesetzt. Gestern wurden in Hof erstmals 37 Beispiel gebende Gastronomiebetriebe mit der Plakette ,,Fränkische Einkehr'' ausgezeichnet

..HOF. - ,,,Fränkische Einkehr', das sagt eigentlich schon alles, worauf es ankommt.'' Dennoch seien bei der Bewertung der Gasthäuser eine Reihe von Kriterien streng begutachtet worden, wie die Jury-Vorsitzende Franziska Hanel, Frankenpost-Redakteurin und Buchautorin, bei der Verleihung im Hofer Restaurant ,,Theresienstein'' betonte. So seien nicht nur die Qualität des gastlichen Hauses und das Essen, das den Gast dort erwartet, beurteilt worden, sondern zum Beispiel auch die Verwendung heimischer Zutaten, der Verzicht auf Fertigprodukte und die Anzahl typisch-regionaler Speisen auf der täglichen Speisekarte. Auch die Atmosphäre, der freundliche Service und die Pflege von Traditionen wie Schlachtfest oder Kirchweih war den Juroren wichtig. ,,Die wirklich typischen und charakteristischen Angebote auf den Speisekarten haben sich rar gemacht'', beklagte Hanel. ,,Gänsjung mit der schwarzn Brieh'', ,,Schwammagemüs mit Baggala'' oder ,,Karteiserla mit Hiefensoß'' würden leider immer seltener angeboten. Um die schmackhafte fränkische Küche in den Gasthöfen der Region zu fördern, habe die Frankenpost deshalb im Herbst 2000 die Auszeichnung ,,Fränkische Einkehr'' ausgelobt. ,,Es ist das erste Mal, dass eine oberfränkische Zeitung eine kulinarische Auszeichnung an die regionale Gastronomie verleiht'', lobte sie die Idee, die vom früheren Frankenpost-Geschäftsführer Gert Böhm geboren worden war und die von der Stadt Hof, den Landkreisen Hof und Wunsiedel sowie dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband unterstützt wurde. Hanel betonte, die sechsköpfige Jury habe es sich nicht leicht gemacht und bei den unangemeldeten Probe-Essen nach einem vorher zusammengestellten Kriterien-Katalog gestreng die Wertungspunkte vergeben. Von ,,den vielen zusätzlichen Kalorien, die man sich - wenn auch mit Genuss - einverleiben musste'', ganz zu schweigen. Harte Auswahl 37 Gastronomiebetriebe aus dem Raum Hof, Wunsiedel und Kulmbach konnten schließlich gestern die Auszeichnung in Empfang nehmen. Über 120 Gasthäuser hatten sich beworben, wie Frankenpost-Verlagsleiter Heinz Alt berichtete. Eine ,,enorme Resonanz'', über die man sich sehr gefreut habe, eine Zahl, die aber auch zeige, wie hart die Jury ihre Kiterien aus gelegt habe. Der Wettbewerb soll Alt zufolge keine einmalige Aktion bleiben, sondern in den nächsten Jahren fortgeführt und auch regional erweitert werden. Kultureller Beitrag  Den bereits gestern ausgezeichneten Gastronomen hatte Franziska Hanel mit auf den Weg gegeben, dass sie sich auf ihren Lorbeeren nicht ausruhen dürften, denn die ,,Fränkische Einkehr''-Betriebe würden von der Jury stichprobenartig immer wieder überprüft. Und sollte sich eine heimliche Abkehr von den Einkehr-Kriterien einschleichen, ,,dann kann die Plakette auch wieder aberkannt werden, denn die bleibt im Besitz der Frankenpost''.

Davon, natürlich, ging die Jury-Chefin nicht aus. Sie lobte viel mehr das enorme Engagement der Gastronomen für fränkische Küche und fränkische Gastlichkeit. ,,Wir sehen das auch als kulturellen Beitrag für unsere Region, die sich gerade in dieser Hinsicht noch stärker profilieren sollte.'' Besonders bedankte sich Hanel bei den Mitgliedern der Jury: Elke Schlegel von der Ländlichen Entwicklungsstelle bei der Regierung von Oberfranken, Barbara Spöttel, die Leiterin der Beruflichen Schulen in Ahornberg, Ingrid Zenker, Lehrerin an den Beruflichen Schulen in Ahornberg, Bernd Kordina, Chefkoch im Kreiskrankenhaus Münchberg und Bernd Häuser, Geschäftsführer der Tourist- Information Fichtelgebirge. Der Chefredakteur unserer Zeitung, Malte Buschbeck, würdigte die Auszeichnung als ,,ei ne erfreuliche Initiative'', schließlich komme die Bindung der Frankenpost zu ihrer Heimat auf diesem Feld in besonderer Weise zum Ausdruck. Das zeige auch die von Franziska Hanel gestaltete Wochenend-Zeitung, in der die Autorin ,,immer wieder tief in ihre Rezeptkiste greift und daneben Gasthöfe aus der Region vorstellt, nicht als Restaurant-Kritik, sondern als Porträt der Gaststätte und der Gastronomen''. Dabei werde deutlich: ,,Essen und Trinken ist ein Stück Kultur unserer Region.'' ,,Wir haben im Frankenwald, im Fichtelgebirge und im Raum Hof eine hervorragende Gastronomie, die sich nicht zu verstecken braucht'', betonte der Hofer Landrat Bernd Hering. Das typisch fränkische Essen und die dazugehörige Gastlichkeit machten einen Teil der Lebensqualität dieser Region aus. Deshalb habe er die Initiative von Anfang an unterstützt: ,,Es ist gut, wenn wir etwas machen, um unsere Gastronomie herauszuheben.'' Wunsiedels Landrat Dr. Peter Seißer betonte, die ausgezeichneten Unternehmen seien ,,nicht einfach auswechselbar, sondern Zeichen der regionalen Besonderheit''. Man habe in der Vorbereitung ,,so manche Speisekarte kräftig durchdiskutiert'', erinnerte Seißer - und so auch viel über die regionale Küche erfahren. Der Landrat dankte auch der Frankenpost, die die finanzielle Last des Projekts übernommen habe. Hofs Oberbürgermeister Dieter Döhla würdigte die Aktion ebenfalls, fand aber auch kritische Worte: ,,Die Stadt Hof ist für meinen Geschmack ein bisschen schwach vertreten.'' Mit nur einem Preisträger war der OB nicht zufrieden. Allerdings gab er zu: ,,Wenn ich Gäste von auswärts habe, und die mich fragen, wo man in Laufweite vom Rathaus gut fränkisch essen könne, da fang' ich schon an zu überlegen ...'' Zwar gehöre eine internationale Gastronomie zu einer Stadt wie Hof, aber: ,,Man möchte doch auch mal was anbieten können, was es woanders nicht gibt.'' Gemeinsam mit der Jury- Vorsitzenden Franziska Hanel übergab Frankenpost-Verlagsleiter Heinz Alt dann an die Gastronomen die Ehrenurkunden. Die attraktiven Acrylglas- Tafeln mit dem Aufdruck ,,Fränkische Einkehr'', gestaltet von der bekannten Designerin Monika Pellkofer-Grießhammer, werden in den nächsten Tagen in den ausgezeichneten Gasthöfen übergeben und angebracht - als schon von außen sichtbares Versprechen für eine Küche mit bodenständigen Köstlichkeiten.