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Hansi Reithmeier aus Mühlbühl erlebte in diesem Jahr eine Geschichte der Superlative, etwas, wovon ein Hobbymusiker nur träumen kann. In unserer Region sind er und sein Bruder Dieter
bestens bekannt als die „Reithmeier – Buam“, die Stimmungskanonen, die die Fesche Katz auch mit ihrer hausgemachten Musik bekannt gemacht haben. Im Sommer bekam Hansi Reithmeier einen Anruf der Gruppe „California
Sun“, der Hausband des Unternehmers Käfer die Jahr für Jahr im gleichnamigen Zelt auf der Wiesen spielen. Er wurde gebeten auf dem diesjährigen Oktoberfest in München mit zu machen, die Band suchte ein Mitglied und
kam über eine Empfehlung an das Nagler Musiktalent. Hansi Reithmeier nahm das sechzehntägige Angebot natürlich sofort an, bekam die Gelegenheit mit Starmusikern auf einer Bühne zu stehen und an „Promitischen“ wie
dem von Claudia Effenberg, Uschi Glas, dem vom FC Bayern oder der bayrischen Staatskanzlei zu spielen und zu singen. Während seines Aufenthaltes lernte er auch die Bandmitglieder der „Südtiroler Spitzbuam“
kennen und bekam eine Karte für das zeitgleich in München stattfindende Bryan Adams Konzert in der Olympiahalle geschenkt. Auch dieses Angebot schlug Hansi Reithmeier nicht aus, ergatterte noch in Lederhosen gekleidet einen Platz an der Bühne und freute sich auf das Konzert. Bryan Adams rockte vor mehr als zehntausend Fans, war an diesem Abend ein Star zum Anfassen, was Hansi Reithmeier im Anschluss leibhaftig erleben durfte. Bryan Adams wusste natürlich vom legendären Oktoberfest und bat zunächst drei Mädchen im Dirndl auf die Bühne. Dann suchte Bryan Adams wohl noch nach einem Herren in Tracht. „Ich hörte Bryans Adams sagen „I see a man“ und dann hat er mit dem Finger auf mich gezeigt. Alle Strahler gingen in diesem Moment auf mich, der Sicherheitszaun flog auf und ich wurde auf die Bühne gebracht.“ Dass er einen der Reithmeier Buam erwischt hatte, wurde Bryan Adams erst später klar, als er den Nagler fragte, ob er ein Instrument könne. Bryan Adams hatte sich an diesem Abend fest vorgenommen zusammen mit den Dirndln und Hansi etwas Oktoberfeststimmung ins Olympiastadion zu bringen und war bereit mit den Auserwählten zu singen woraufhin der Hansi aus Mühlbühl nicht lange fackelte. Zwar war er zu diesem Zeitpunkt noch keine zehntausend Zuschauer gewöhnt, dennoch überlies ihn der Pianist das Keyboard ohne mit der Wimper zu zucken und unter tosendem Applaus begann Hansi Reithmeier zu spielen, was ihm gerade einfiel:“ In München steht ein Hofbräuhaus“. Das Publikum stieg voll auf den Song ein und macht mit und während Hansi sang hatte Bryan Adams Pause, Hansi übernahm das Kommando und die Olympiahalle tobte wie bei „Summer of 69“. Doch das war noch nicht alles, im Anschluss durfte Hansi Reithmeier das Konzert auf der Bühne bis zum Schluss verfolgen und wurde anschließend von Bryan Adams mit in den VIP-Bereich genommen. Und wer den Hansi kennt, der weiss, was dort geschah - Hansi Reithmeier unterhielt sich mit den Stars, zapfte mit dem amerikanischen Superstar ein Fass Bier an und trank mit ihm natürlich auch noch das ein oder andere. Die Resonanz in den darauf folgenden Tagen war groß, die Münchner Abendzeitung berichtete von „Hansi dem Killer auf der Bühne“ und natürlich erkannte man ihm im Käferzelt sofort wieder. Das zog Publikum und er bekam ein Bandangebot nach dem anderen. Und so war es nicht verwunderlich, dass Hansi Reithmeier nach dem Münchner Oktoberfest erneut auf Reisen ging, diesmal zum Oktoberfest in die südkoreanische Industrie- und Hafenstadt Busan. Dieses Oktoberfest war nach Aussagen des Nagler Musikers wie ein riesiges Volksfest, tausend Besucher schunkelten zur Musik die er und die Band dort zum Besten brachten. Ob Maßkrugstemmen oder Armdrücken, alles wurde in Südkorea geboten, es wurde sogar eine Polonaise getanzt. Bis Mitte November war Hansi Reithmeier noch mit einigen anderen namhaften Bands in ganz Deutschland unterwegs. Doch jetzt ist er erst einmal wieder da, bleibt dem Familienbetrieb und zusammen mit den Reithmeier Buam, auch seinen örtlichen Fans treu. Deshalb schlug er auch das Angebot, in diesem Dezember für vier Monate im Hofbräuhaus von Las Vegas zu spielen zunächst einmal aus und verlegte dieses Highlight seiner musikalischen Laufbahn ins Jahr 2009. Von „Star – Alluren“ keine Spur - jetzt soll erst einmal der Partysaal über der renovierten Mauth-Gaststätte fertig gestellt werden. Hansi Reithmeier möchte für die Zukunft zusammen mit der Familie in den neuen Räumen den örtlichen Musikern aber auch Starmusikern einen Platz für unvergessliche Auftritte schaffen.
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