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Die Kösseine (939 m)
Die Kössein, oder auch in der Mundart oft Kösser genannt,ist ein charakteristischer Doppelgipfel von 939 Metern Höhe. Sie ist somit etwa 400 Meter höher als Wunsiedel und Marktredwitz
gelegen, und ist neben den Waldstein die aussichtsreiche Höhe imFichtelgebirge. Der oberste Gipfel ist unbewaldet und besteht aus übereinandergestürzten Granitblöcken, die unter Naturschutz stehen!Den Kösseinegipfel
krönt ein stilvolles, massives Aussichtstürmchen, das im Jahre 1924 durch den Fichtelgebirgsverein auf die höchste Stelle des Granitblockfeldes errichtet wurde.
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Das Kösseinehaus - Geschichte
Es ist anzunehmen, dass der erste wetterfeste Unterstand auf dem Gipfel der Großen Kösseine bereits 1805 errichtet wurde. Das preußische Königspaar, Friedrich Wilhem III. mit Gemahlin Luise hielt sich in diesem
Jahr vom 13. Juni bis 5. Juli in (Bad)Alexandersbad auf und unternahm mit seiner Begleitung am 17. Juni einen Spazierritt zu
Kösseine, "einem Berge, der wohl eine der interessantesten Aussich-ten über die ganze obere Pfalz, bis in die Gegend von Regensburg und Nürnberg gewährt und erst mit Einbruch der Nacht kehrten kehrten sie von da wieder zurück". Dies berichtete am 27. Juni die Bamberger Zeitung. Für den Ausritt zur Kösseine wurde eigens ein Weg angelegt, der heute noch die Bezeichnung "Königsweg" hat.1833 wird von einer Hütte auf der Kösseine berichtet, die auf dem höchsten Platz an eine Felswand angebaut war und mit Tisch und Bänken "hinlängliche Bequemlichkeit gewährleistete". Auch 1839 stand noch dieser Unterschlupf, nach dem damaligen Forstmeister Kadner benannt als "Kadnerhütte" benannt. Revierförster Ludwig
Seyler aus Furthammer hat dann 1851 ein neues "Wetterdach" bauen lassen. Die Mitglieder der Sektion Fichtelgebirge des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins (Vorgängerin des FGV) bauten 1882 auf der Südseite des Gipfels eine gezimmerte Schutzhütte, die 80 Personen Platz bot und 241,32 Mark kostete. Die Steinsäulen der damaligen Hütte stehen auch heute noch dort südlich des Kösseineturms. Auch von einer Bewirtschaftung der Bergstation wird berichtet: es gab Bier, Backsteinkäse und Hartwurst. Wegen der ständig steigenden Besucherzahlen fasste man beim FGV den Ent-schluss zum Bau einer Blockhütte. 1898 und 1899 bildet die FGV-Hauptkasse je 600 Mark Rücklagen, von privater Seite wurden Spenden in Aussicht gestellt. Erst die außerordentliche Generalversammlung vom 16.3.1902 genehmigt den Antrag der FGV-Ortsgruppen Wunsiedel und Marktredwitz zum Bau des Kösseine nach den Plänen von Baurat Christian Winnerling aus Wunsiedel. Am 23.10.1902 wurde mit dem Forstärar ein notarieller Vertrag wegen Grundstücksüberlassung geschlossen, vor Wintereinbruch des Jahres 1902 war der Rohbau des Hauses vom
Baugeschäft Köppel aus Marktredwitz fertiggestellt worden. (Baukosten 12.500 Mark, 1.000 Mark für Inneneinrichtung). Die Einweihungsfeier fand am 24.5.1903 statt.Schon bald planten die
FGV-Ortsgruppen Wunsiedel und Marktredwitz einen Anbau wegen des starken Besucherstromes. 1912 wurde im Osten des Hauses eine Glas-veranda auf massivem Unterbau errichtet (heute:
Wunsiedler- und Marktredwitzer Zimmer). 13.000 Mark waren hierfür aufgebracht worden. 1955 wurde die Freiter-rasse geschaffen und nach einem Brand im Dachgeschoß wurde 1977 der Über-nachtungstrakt neu aufgebaut. Zahlreiche Reparaturen im Laufe der Jahrzehnte ver-schlangen erhebliche Geldmittel. Im Juli 1997 übernahm Winfried Pfahler aus Wunsiedel als "FGV-Hüttenwart" die Betreuung des Kösseinehauses. Nach einer eingehenden Besichtigung des Hauses stand für ihn fest, dass eine grundlegende Sanierung bis zum 100järigen Hausjubilä-um notwendig war. Im März 1998 wurde gemeinsam mit der Frankenpost eineSpendenaktion ins Leben gerufen, an der sich viele Heimat- und Wanderfreunde beteilig-ten. Aber nicht nur Geld sondern auch Sachspenden verhalfen dem Hüttenwart zur Verwirklichung seiner Pläne. Das Vereinszimmer, Wunsiedler Zimmer und Marktred-witzer Zimmer, der Vorraum und der Hausflur konnten so saniert werden. Die FGV-Hauptkasse finanzierte den Neubau von Toiletten, den Bau einer neuen Wasserlei-tung vom Pumpenhaus zum Unterkunftshaus und eine biologische Nachreinigungs-stufe bei der Abwasserbeseitigung. Ein "Schindelkleid" aus Lärchenholz, einmalig im Fichtelgebirge, wurde von Mai bis September 2000 von freiwilligen Arbeitskräften an der Außenfassade angebracht. Von 1998 bis 2000 wurden weit über 400.000 DM investiert, ohne die Sachspenden der verschiedenen Firmen und die ehrenamtliche Tätigkeit von Vereinsmitgliedern mitgerechnet. Die Renovierung des Kösseinehauses ist eine großartige Gemeinschaftsarbeit vieler Firmen und Handwerker, weshalb die-se unter Sponsoren genannt werden. Großer Dank gebührt Winfried Pfahler, ohne ihn wäre das Kösseinehaus nicht zu einem Schmuckstück in der gesamten Fichtelgebirgsregion geworden. Das schönste Lob für ihn ist das Lob der Gäste über das Kösseinehauses.
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